Die Kultur der Mayas
Die Maya sind ein indigenes Volk in Mittelamerika. Das heißt, sie wurden heute an den Rand der Gesellschaft gedrängt, doch Teile ihrer Kultur wurden bis heute beibehalten.
Bekannt sind die Mayas vor allem durch ihre hoch entwickelte Kultur zu Zeiten ihrer Blütezeit. Zu dieser Zeit waren sie eine der mächtigsten Hochkulturen und stellten mit ihren Errungenschaften andere Volksgruppen in den Schatten. Unterschieden wird zwischen Hochland Maya, die unter anderem in Guatemala lebten und den Tiefland Maya, deren Heimat Yucatan war.
Zentrum ihrer Kultur war am Ende des 15. Jahrhunderts der Norden von Yucatan. Streng genommen waren die Maya nicht ein Volk, sondern eine Vielzahl von Völkern, deren Sprache und Kultur aber eng miteinander verbunden waren. Nichtsdestotrotz führten sie oft Kriege gegeneinander. Manche Forscher sehen in diesen kriegerischen Handlungen einen Grund für den Untergang der Maya.
Die Blütezeit war zwischen 300 und 900 nach Christus. Während dieses Höhepunktes ihrer Macht haben sie eine große Anzahl an architektonischen Meisterleistungen hervorgebracht, von denen einige bis heute noch sehr gut erhalten sind. Dazu zählen vor allem Pyramidenhügel, die für religiöse Zwecke genutzt wurden. Auffallend ist, dass den Mayas Bögen und Gewölbe völlig unbekannt waren und so kann man ihre Bauwerke leicht von den europäischen unterscheiden, die aber erst etliche Jahre später entstanden sind. So lag die Betonung ihrer Architektur auf horizontalen, vertikalen und gewinkelten Linien.
Verwundernswert ist auch, dass viele Stätten der Maya mitten im undurchdringlichen Dschungel errichtet wurden. So sind etwa die sehr gut erhaltenen Ruinen von Tikal oder Copan mitten im Dschungel zu finden. Der Dschungel bot den Mayas alles Lebensnotwendige wie Nahrung und Wasser, aber auch Schutz vor Feinden.
Doch nicht nur in der Architektur waren sie anderen Völker ihrer Zeit um Welten voraus. Auch ihre medizinischen Erkenntnisse waren enorm. Doch am Ende nutzen ihnen alle ihre kulturellen Errungenschaften wenig gegen die Überzahl und Übermacht an europäischen Einwanderern, die ihnen immer mehr Land wegnahmen und für sie unbekannte Krankheiten einschleppten, gegen die ihre Medizin nichts ausrichten konnte.
Trotz Untergangs sind ihre Hinterlassenschaften heute weltbekannt und werden auch noch viele Jahrhunderte bestehen bleiben.
