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Die Halbinsel Yucatan

Die Halbinsel Yucatan bildet die Grenze zwischen Golf von Mexico und der Karibik. Der größte Teil Yucatans gehört zu Mexico, jedoch liegen auch Teile von Belize und Guatemala auf der Halbinsel.

Im Jahr 1525 zog Hernan Cortez durch den Süden der Halbinsel. Wirkliches Interesse zeigten die Spanier an diesem Teil Mittelamerikas jedoch erst einige Jahre später. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts hatten die Spanier Yucatan ihrem Reich in der neuen Welt einverleibt.

Große Teile von Yucatan sind noch mit tropischem Regenwald bewachsen, jedoch gehen auch hier zunehmend Waldflächen durch Raubbau verloren. Auch die Mangrovenwälder an den Küsten sind vielfach touristischen Bauprojekten zum Opfer gefallen. Mittlerweile hat man jedoch gelernt, schonender mit der natur umzugehen und die einzigartige Artenvielfalt der Halbinsel als wertvolles Kapital im Tourismusgeschäft anzusehen.

Bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts machte der Anbau von Henequen den größten Teil der Wirtschaft Yucatans aus. Henequen wird ähnlich wie Sisal zu Seilen verarbeitet. Mit dem Aufkommen von Kunstfasern und dem damit verbundenen Preisverfall für Naturprodukte musste sich die Region wirtschaftlich neu orientieren. Schon bald hatten die Einheimischen den Tourismus als lohnenden Wirtschaftsfaktor für sich entdeckt.

Touristen kommen vor allem wegen der sehr abwechslungsreichen Urlaubsangebote nach Yucatan. Die Strände der Karibik bieten Wassersportlern erstklassige Reviere zum Segeln, Tauchen und Schnorcheln.

Das historische Erbe, von den Maya-Ruinen bis hin zu frühen Kolonialbauten der Spanier, bietet Besuchern ein reichliches Kulturprogramm. Die bekanntesten archäologischen Stätten sind sicherlich Chichen Itza und Uxmal. Die Maya-Pyramiden sind bekannte Wahrzeichen Yucatans und je nach Saison kann es in den archäologischen Parks etwas voll werden.

Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten sind die Cenotes, mit Süßwasser gefüllte Kavernen. Auch das Höhlebsystem von Loltun wurde von den Maya bewohnt. Besiedlungsspuren lassen sich über einen Zeitraum von 10000 Jahren verfolgen.

Das Klima auf der Halbinsel Yucatan ist tropisch, gerade im Sommer kann es sehr heiß werden. An den Küsten wird die Hitze jedoch von den Passatwinden etwas gemildert. Yucatan liegt im Hurricane-Gürtel der karibischen Region. Die Hurricane Saison dauert von Juni bis November. In den meisten Jahren bleibt Yucatan von Wirbelstürmen verschon, manche Hurricanes richten jedoch große Verwüstungen an.
Von Oktober bis Januar und April bis Juli ist zudem Regenzeit in der Region. Während dieser Perioden regnet es häufig jeden Tag. Meist handelt es sich dabei jedoch um kurze aber heftige Schauer. Mit etwas Glück bleibt man auch ganz vom Regen verschont.


 

 

 
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